Viele ambitionierte Heimwerker versuchen oftmals, wertvolle Zeit zu sparen, indem sie einfach den alten, gerissenen Gurt komplett auf den Boden legen und abmessen. Dies ist einer der häufigsten und fatalsten Fehler beim Thema Gurtbandlänge berechnen. Sehr oft wurde der alte Gurt nämlich bereits in der Vergangenheit mehrfach nachgespannt oder gar gekürzt, weil er am Ende stark ausgefranst war. Zudem fehlen bei dieser Methode exakt jene Zentimeter, die noch fest auf der Gurtscheibe oder im Federkasten stecken. Ein weiterer typischer Stolperstein ist die sogenannte Untersetzung, die vor allem bei sehr schweren und großflächigen Rollladenpanzern zum Einsatz kommt, wie beispielsweise an großen Terrassen- oder Schiebetüren. Bei eingebauten Gurtuntersetzungen (dem sogenannten Gurtgetriebe) reicht die einfache Standard-Formel nicht mehr aus. Hier verdoppelt oder verdreifacht sich die nötige Zuglänge, um das enorme Gewicht problemlos heben zu können. In solchen speziellen Fällen müssen Sie die berechnete Grundlänge unbedingt mit dem entsprechenden Übersetzungsverhältnis multiplizieren. Auch die Dicke des neuen Gurtes spielt eine wesentlich wichtigere Rolle, als viele annehmen. Ist das neue Gewebe deutlich dicker als das alte Material, passt es im aufgewickelten Zustand unter Umständen nicht mehr vollständig in das Gehäuse des Gurtwicklers. Setzen Sie deshalb immer auf absolut hochwertige, abriebfeste Gurtbänder, wie sie exklusiv der Rolladen Service bei jeder Instandsetzung verwendet. Weitere wertvolle Tipps und Tricks rund um die Pflege und professionelle Instandhaltung Ihrer wertvollen Rollladenanlagen finden Sie übrigens auch in unserem umfassenden Ratgeber-Blog.